Fertigungslinien zur Prüfung von Industriegasflaschen // April 2008

Der Auftrag kam in diesem Fall von europas größtem Industriegasflaschenhersteller mit Sitz in Deutschland. Fima erhielt den Auftrag eine Fertigungsinsel zu entwerfen, die sich nahtlos in das bereits vorhandene Betriebsgeschehen einbinden lässt.
Vor der Entwicklung der Fertigungsinsel wurden jährlich ca. 300.000 Industriegasflaschen mit einem Gewicht von jeweils bis zu 160 kg in Handarbeit verarbeitet und bewegt. Ziel war es, die Arbeitsabläufe durch die Kombination bereits vorhandener und neu zu entwickelnder Maschinen zu modernisieren und vor allem die Mitarbeiter körperlich zu entlasten.

Die Entwicklungszeit betrug vier, die Bauzeit drei Monate. Montage und Inbetriebnahme beanspruchten 14 Tage. Die Anlage läuft seit 18 Monaten störungsfrei im 3-Schichtbetrieb.


Industriegasflaschen müssen bewegt und nach Zustand sortiert werden

Über automatisierte Rollgänge werden die Flaschen von der Strahlerei abgeholt und über eine Drehvorrichtung in die richtige Position gebracht, anschließend wird die Flasche mittels Ausheber auf einen Rollengang gehoben. Von dort aus läuft sie über eine schräge Ebene gegen einen Anschlag und wird – falls nötig – in eine Kippvorrichtung geführt. In dieser Kippvorrichtung werden bis zu 8 Flaschen gesammelt.

 

Über Zahnstangen, sowie heranfahrende, pneumatisch gesteuerte Zylinder und deren herausgefahrenen Druckstangen, werden die gesammelten Flaschen aneinander gepresst. Gleichzeitig werden die Flaschen mit Hilfe eines Druckbügels auf ihre Auflagefläche der Kippvorrichtung gepresst. Der Tisch der Kippvorrichtung wird daraufhin per Hydrauliksteuerung in die Horizentale gefahren. Nach erfolgter manueller Innenkontrolle der Flaschen bewegt sich der Tisch zurück und die Spannelemente lösen sich wieder.

 


Nach der Kontrolle wird sortiert

Die Flaschen verlassen im Anschluss an die Kontrolle den Tisch zu einer von 3 verschiedenen Stationen, das bedeutet sie gehen entweder in die Schrottlinie, zur Nachbearbeitung oder in die Fertiglinie. Die Auswahl welche Gasflasche zu welcher Station muss legt ein Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz mittels Tastendruck fest.

Die Schrottlinie sammelt die Flaschen zum Abtransport. Zu reparierende Flaschen werden auf einem speziellen, vom Mitarbeiter separat zu bedienenden Arbeitsplatz bearbeitet. Fertige Flaschen erhalten am Stempelplatz sämtliche Identifizierungsmerkmale eingeprägt und werden danach zur Pulverbeschichtung transportiert.Dort werden die Flaschen auf Paletten zusammengestellt und über ein angeschlossenesTransportband zum Abholen mittels Stapler für den Versand bereitgestellt.

 

 

 

 
 

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